Gewässerrichtplan Kander (GRKa)

Der Gewässerrichtplan Kander (GRKa) basiert auf dem Gewässerentwicklungskonzept Kander von 2009. Er folgt dem Auftrag des kantonalen Gesetzes über den Gewässer-unterhalt und den Wasserbau (WBG, BSG 751.11), für Gebiete, in welchen es zur Beurteilung der Zweckmässigkeit der wasserbaulichen Tätigkeiten und deren Koordination in einem grösseren Gebiet erforderlich ist, einen behördenverbindlichen Gewässerrichtplan zu erlassen (Art. 16 ff WBG). Er hält fest, wie an der Kander und in ihrem Wirkungsbereich die Ziele der Wasserbaugesetzgebung erreicht (Gewässer natürlich erhalten oder naturnah gestalten sowie ernsthafte Gefahren, die von Gewässern ausgehen, abwehren) und die wasserbaulichen Massnahmen auf andere fachliche und rechtliche Ansprüche sowie raumwirksame Tätigkeiten abgestimmt werden sollen.

Der Gewässerrichtplan Kander umfasst die Gegenstände Hochwasserschutz, Sohlen-stabilisierung, Gewässerunterhalt und Ökologie. Er formuliert generelle Massnahmen, die den ganzen Flusslauf betreffen, sowie streckenbezogene, punktuelle und prozessspezifische Massnahmen. Um die Realisierung der Massnahmen zu erleichtern, wurden Interessen-konflikte auf kantonaler Ebene soweit bereinigt, dass die Massnahmen des Gewässer-richtplans Kander als Festsetzungen erlassen werden können (Regierungsratsbeschluss Nr. 1441 vom 30. Oktober 2013). Der Gewässerrichtplan Kander wurde zudem als Bestandteil des kantonalen Richtplans am 4. Mai 2016 durch den Bundesrat genehmigt. Dadurch werden die Inhalte des GRP auch für die Bundesbehörden verbindlich.

Der Geltungsbereich des Gewässerrichtplans Kander umfasst die gesamte Kander vom Ursprung am Kanderfirn zuhinterst im Gasteretal bis an den Thunersee (Kanderdelta). Die Mündungsbereiche der Seitenbäche wurden soweit berücksichtigt, als dass ihre Wechsel-wirkung mit der Kander als Zubringer von Geschiebe und Wasser ins System mit einbezogen sind (z.B. Geschiebehaushalt, Fischdurchgängigkeit).

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